Freitag, Mai 10, 2013

Ein Hund: JA oder NEIN?

das war am Bodensee, die beiden haben sich auf Anhieb verstanden
ein Herzenswunsch von Kimberly ist ein Hund. Sie möchte einen Golden Retriever Welpen oder einen Labrador. Sie wünscht sich den Hund so sehr, sie hat keinen anderen Wunsch zum Geburtstag und redet täglich nur vom Hund. Leider ist sie, auch wenn sie 12 wird, nicht in der Lage sich hauptsächlich um den Hund zu kümmern. Die Arbeit bleibt an mir und meinem Mann hängen. 
Es ist eine Entscheidung fürs Leben, ein Tier ist nicht für kurze Zeit da. Leider ist ein Hund auch nicht so selbständig wie eine Katze und muss auch mehrmals am Tag ausgeführt werden bei jedem Wetter, auch wenn wir krank sind. 
Ich hatte bisher immer nur Katzen, als Katzenmensch kenne ich mich mit Hunden nicht aus. Mit einer Katze würde ich mich schneller anfreunden können, ich kenne mich gut aus, leider wollen meine beiden aber keine Katze :0( 
Mit einem Welpen würden und müssten wir gemeinsam lernen. Ich bin schon die ganze Zeit am Lesen im Internet und in Büchern, die ich über Hunde besorgt habe.

Zeit Tagen bin ich hin und her gerissen, es gibt viele "für" und viele "gegen" Gründe. Wir müssten viel in unserem Leben umstellen, ich weiß nicht ob wir das so schnell hinbekommen oder?  Dann gibt es auch Sorgen und viel Arbeit mit einem Hund, nicht nur Freude. 
Mir dampft der Kopf mit Information wie: "Verdrehter Magen, Zecken (die ich nicht selbst entfernen kann), Würmer, Läuse und andere Parasiten (was hilft überhaupt?), wie kommt der Hund in den 2. Stock zum Abbrausen ohne die unteren Stockwerke zu beschmutzen? Was, wenn er doch nicht sanftmütig wird und alle anknurrt und anbellt? Welpenschule, HundeschuleKastration - ja oder nein? Alleine mag der Hund nicht bleiben, ich kann ihn nicht überall hin mitnehmen, was ist wenn er das Autofahren nicht verträgt, wir sind oft bei den Eltern. Zudem dürfen Kinder unter 16 einen Hund nicht führen, viele machen es aber (was ist mit diesem Gesetzt?) Was ist, wenn der Hund ständig krank ist? Ich weiß nicht ob ich das alles händeln kann. 
Mal überwiegt die schöne Vorstellung, was man mit einem Hund alles unternehmen kann, mal wieder die Nachteile. Auch mein Mann weiß nicht so wie wir uns entscheiden sollen. Als Tierschützerin und seit 25 Jahren Vegetarierin kann ich nicht ein Tier einfach kaufen und dann wieder abgeben, wenn es mir nicht passt. Daher fällt die Entscheidung so schwer. Wir hatten ihr den Hamster und das Häschen abgelehnt als sie jünger war, ich bin gegen Käfighaltung. Wenn sie jetzt wieder eine Absage bekommt, bricht für sie die Welt zusammen. Was ist aber mit meiner Welt, ich kann mich nicht entscheiden. Warum ist das so schwer?
LG Lesley

Kommentare:

Madison Layn hat gesagt…

Es ist richtig das die Entscheidung schwer fällt, denn wie du schon erkannt hast ist das eine weitreichende Entscheidung es wird euer Leben verändern.

Lustig ist das es eigentlich das gleiche ist, sich fürs Kinder kriegen zu entscheiden.
Kann ich mich genügend Kümmer um das kleine, was ist wenn ich es nicht schaffe das es aufs Töpfchen geht.
Plötzlicher Kindstot, Masern, Koliken und was es sonst noch so gibt. All diese Ängste.

Ihr scheint das mit euerem Kind gut gemeistert zu haben.
Ja, so ein Hund verändert das Leben aber das tun so viele andere Dinge auch, die nicht so erfreulich sind. Wir passen uns an und es geht weiter.
Tief durchatmen.
Habt ihr die Zeit? Die größe des Hundes spielt da keine Rolle. Urlaub mit Hund? Was ist wenn eure Tochter das Interesse an dem Hund verliert? Also wenn Jungs interessanter werden?
Ich finde Kimberlys Wunsch nach einem Hund sollte nicht der größte Stein auf der Waagschale sein, denn wenn deine Tochter in ein paar Jahren auszieht könnte es passieren das der Hund bei euch bleibt.

Ich habe einen Hund ich möchte sie nicht missen aber bestimmte Dinge kann ich nicht machen bzw. muss ich sie besser Planen.
Ich hoffe ich konnte dir helfen.
Du hast deine Tochter groß bekommen, dann schafft ihr das auch mit dem Hund.

Beate hat gesagt…

Oh je, das ist wirklich eine schwere Entscheidung! Aber ich denke, man macht sich vorher immer so viele Gedanken und wenn das Tierchen dann da ist, läuft doch alles wie von selbst. Trotzdem finde ich es richtig, dass ihr euch soviele Gedanken macht. Wichtig ist, dass ihr einen guten Platz für den Hund findet, wenn ihr verreist und dass ihr vielleicht jemand habt, der ihn im Notfall mal kurzfristig versorgen kann.

GLG Beate
P.S. Wie groß unser Zier-Apfelbäumchen mal wird, weiß ich auch nicht so genau. Aber eher klein und man kann es auch stutzen!

Anonym hat gesagt…

Tiere sind keine Geschenke ;) Ich würde es mir gut überlegen und auch keinen Reinrassigen nehmen ( Sind oft chronisch krank)

Andrea hat gesagt…

Hallo,
das ist eine wirklich schwere Entscheidung, vor der Du und Dein Mann steht.
Aber habt Ihr schon mal an die Möglichkeit einer Patenschaft gedacht?
Viele Tierheime suchen händeringend nach ehrenamtlichen Gassigehern oder auch Helfern.
Vielleicht ist das ja eine Art, sich mit dem Thema und der Belastung, die so ein Tier mit sich bringt, auseinander zu setzen.
Unsere Hunde, die wir haben kommen alle vom Tierschutz.
In einem guten Tierheim kann man sich auch informieren über genaue
Haltungsvoraussetzungen, Pflege u.a.
Vielleicht könnt Ihr ja erstmal eins besuchen und Euch zusammen mit Eurer Tochter informieren.

Aber so ein Tier bringt auch eine ganze Menge mehr Lebensqualität in Euer Leben, das kann ich auch sagen.

Mit ganz lieben Grüßen
Andrea

ela.s hat gesagt…

Hallo Lesley, oh je, vor dieser Entscheidung stand ich auch schon. Allerdings ist es inzwischen Jahre her.
Ein gutes Jahr haben wir überlegt und alle Situationen durchgespielt. Wohin mit ihm wenn wir hier und dort sind... wenn uns einer den Hund nimmt (Urlaube), müssen wir dann den anderen auch nehmen...war wäre wenn...
Waren dann bei einer Labbi Züchterin bei Reutlingen, nach langem Suchen im Netz und vielen Gesprächen mit Besitzern...
Wir hätten dann als "Hundeneulinge" und völlig Unerfahrene eine ganz bestimmte Hündin aus dem Wurf bekommen...
Die Entscheidung war also gefallen, als wir gesprochen haben und die Zuchthunde sahen...JA

Wir voller Freude, denn die Züchterin züchtet nur, wenn sie im vorraus die Hunde untergebracht hat (übrigens eine sehr gute Entscheidung).
So und nun kommt es: Ihre Zuchthündin wurde nicht schwanger! Somit war die Entscheidung gefallen... Ich weiß nicht, für was das gut war?!
Wir dann also ohne Labbi und ich nenne es Schiksal!
Aber ich denke immer noch sehr viel an einen Labbi (Schoko oder schwarz.)
Ich hätte jetzt ja auch wieder ein Haus und einen Garten... aber ich weiß ja auch immer nicht... Denke schon ab und an daran...wieder soll ich oder soll ich nicht...?

Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine passende Entscheidung! Herzliche Grüße Daniela

hexhex-design hat gesagt…

Ich danke schon mal für die bisherigen Antworten und Erfahrungsberichte. Ich würde gleich ein Hund aus dem Tierheim nehmen, denke jedoch, da tun wir uns und dem Hund keinen Gefallen damit, da wir uns mit Hunden nicht auskennen. Mit einem Welpen geht das Schritt für Schritt gemeinsam. An einen großen oder erwachsenen Hund traue ich mich nicht, noch nicht.

Was mich jetzt interessiert wäre die Anfälligkeit wegen Krankheiten, ich dachte, Reinrassige wären stabiler, jetzt schreibt "Anonym" sie wären anfälliger. Was stimmt nun? Wie ist es mit Parasiten, kommt das häufig vor?
Einen Garten habe ich natürlich, daher zeige ich doch die ganze Zeit meine Pflanzen? Wir haben hier aber viel Wald und Wiesen.
Einige Dinge hatte ich nicht bedacht, wenn jemand unseren Hund nehmen würde in den Ferien, müssen wir deren Hund auch nehmen? Ich wußte auch nicht, dass Hündinen leichter zu erziehen sind.
Als Vegetarierin kann ich nicht nach Barf füttern, geht nicht sorry. Das dürfte jedoch kein Problem darstellen.
Ich freue mich über Euere Erfahrung, sicherlich haben wir als Anfänger nicht an alles gedacht.
LG Lesley

Susa hat gesagt…

Liebe Lesley,

ich finde es richtig, dass ihr Euch so viele Gedanken macht. Wie Du ja schon gesagt hast, es ist nicht's kurzfristiges. Ich glaube das es für Kinder wichtig ist einen Vertrauten zu haben, dem man in schweren Situationen mal ganz unverblümt das Herz ausschütten kann. In stürmischen Zeiten der kommenden Puberät ist so ein "Freund" oft Gold Wert. Unser Hund hat sich schon so manchen Kummer treu angehört und die Kinder immer getröstet. Aber klar ist, die Arbeit bleibt bei Euch Eltern hängen! Ich persönlich möchte das auch nicht missen, ein Leben ohne Hund wäre für mich das Grauen.
Ob ein gezüchteter reinrassiger Hund nun weniger anfällig als ein Mischling ist? Keine Ahnung, ich denke es ist immer anders als man denkt. Paula ist ein Mischling, 6 Jahre alt und war noch nie krank. Der Vorgänger war Reinrassig und auch nie krank, außer zwei Op's wegen Verletzungen. Du kannst also Glück oder Pech haben, aber Du musst es dann halt nehmen wie es kommt. Letztendlich ist es doch immer eine Entscheidung die mit dem Herzen getroffen wird, schließlich holt man sich ein Familienmitglied ins Haus.

Ach einzige Nachteil an einem Hund ist für uns, dass wir keine Fernreisen mehr machen, weil wir den Hund nicht so lange vermissen wollen.
Ach und unsere Kinder gehen mit Paula spazieren, auch der Kleine mit 11 Jahren. Allerdings nur an der Leine, obwohl Paula auch auf die Kinder sehr gut hört.

Hab einen schönen Tag
Susa

Isa hat gesagt…

Hallo Lesley,
ach, ich kann Dich ja so gut verstehen und ich finde es sehr gut, dass Du Dir im Vorherein so viele Gedanken machst.
Ich selbst habe uns einen Hund angeschafft, als meine beiden Kinder 6 Jahre alt waren und weil ich es wollte u.a. auch aus pädagogischen Gründen. Ich finde, sich einen Welpen anzuschaffen, ist fast so als wenn man ein Kind bekommt :) Es bedeutet am Anfang, keine durchschlafene Nacht zu haben, solange sie nicht stubenrein sind und auch mit der Verdauung klappt es vielleicht noch nicht so und man sucht sich den Tierarzt seines Vertrauens. Eigentlich kann man vieles, was man mit Kindern erlebt, auch mit Hunden erleben, im Guten wie im Schlechten. Ob nun ein Mischling oder reinrassiger Hund mehr oder weniger krankheitsanfällig ist, da steckt niemand drin. Einige sind robuster und andere nicht. Meine beiden Süßen sind beide reinrassig und ich habe sie mit 9 Wochen bekommen. Die eine hat ungefähr einmal im viertel Jahr etwas (Augenentzündung, Durchfall, Husten), die andere so gut wie nie. Ich würde sie niemals mehr missen mögen, denn sie bereichern mein Leben sehr.
Man lebt und wächst mit ihnen und man wächst in die Aufgaben hinein, mach Dich vorher nicht verrückt. Und um Heinz Rühmann zu zitieren "Man kann ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht" :)

Zu dem Ungeziefer Thema kann ich berichten, dass ich mich total vor Zecken ekel. Und ich bin ziemlich pingelig. Ich gehe tatsächlich, auch nach so vielen Jahren als Hundebesitzerin, zum TA oder zur guten Freundin, die mir dabei behilflich sind, die Zecken zu beseitigen. Meine beiden Süßen haben pro Jahr ca. 3 Zecken jede, das hält sich also in Grenzen und gegen Flöhe bekommen sie ein Mittel in den Sommermonaten. Gegen Schmutz hilft ein Lappen oder Staubsauger oder auch eine Gießkanne Wasser vor der Haustür.
Hunde sind liebe, treue Begleiter, aber sie bedeuten eben auch die Verantwortung für ein Lebewesen und das muss und sollte man mögen.
Und falls Du noch Fragen hast, kannst Du mich gern jederzeit fragen.
Viel Glück für Deine Entscheidung
und viele liebe Grüße
Margot

hexhex-design hat gesagt…

Viiielen Dank für all die netten Kommentare, das ist super nett von Euch!
Ich werde unsere Entscheidung im nächsten Post mitteilen.
GLG und DANKE!
Lesley